Heute möchte ich euch zu einem besonderen Ausflug einladen, der euch in die zauberhafte Welt historischer Puppenstuben entführt. In Laubach befindet sich ein wunderschönes Puppenstubenmuseum.
Ein Museum mit königlichem Flair
Das Museum verdanken wir der Leidenschaft von Prinzessin Monika von Hannover, die ihre beeindruckende Sammlung historischer Puppenstuben in ihre Heimatstadt Laubach zurückbrachte. Seit 2011 können Besucherinnen und Besucher in einer liebevoll restaurierten Fachwerkscheune über 80 detailgetreue Miniaturen aus drei Epochen bestaunen:
- Biedermeier
- Gründerzeit
- Jugendstil
Jede dieser Stuben erzählt ihre eigene Geschichte und gibt Einblicke in die Wohnkultur vergangener Zeiten.
Was erwartet euch im Museum?
Auf zwei Etagen verteilt, könnt ihr in die faszinierende Welt der Miniaturen eintauchen. Dank moderner Technik begleitet euch ein Audioguide durch die Ausstellung, der im Eintrittspreis inbegriffen ist. Dieser führt euch einfühlsam durch die verschiedenen Räume und lässt die Kinderzeiten längst vergangener Epochen wieder lebendig werden. Puppenstuben: Spiegelbilder ihrer Zeit
Historische Puppenstuben sind weit mehr als nur Spielzeug; sie dienen als faszinierende Miniaturabbilder der Gesellschaft und des technischen Fortschritts ihrer jeweiligen Epochen.
Gesellschaftlicher Spiegel
Die Gestaltung und Einrichtung von Puppenstuben reflektieren die sozialen Strukturen und Lebensweisen ihrer Zeit. Im 17. und 18. Jahrhundert ließen wohlhabende Bürger ihre Häuser im Kleinformat nachbauen, um ihren Reichtum und Status zu demonstrieren. Diese Miniaturen dienten nicht nur als Prestigeobjekte, sondern auch als pädagogische Werkzeuge, um Mädchen spielerisch auf ihre zukünftigen Rollen als Hausfrauen vorzubereiten.
Technischer Fortschritt im Kleinen
Neben gesellschaftlichen Aspekten spiegeln Puppenstuben auch den technischen Stand ihrer Zeit wider. Die Ausstattung mit Miniaturmöbeln, Haushaltsgeräten und technischen Neuerungen, wie beispielsweise Öfen oder Beleuchtung, zeigt den Fortschritt und die Innovationen der jeweiligen Epoche. So bieten Puppenstuben nicht nur Einblicke in die Wohnkultur, sondern auch in die technischen Entwicklungen vergangener Zeiten.
Durch die Betrachtung dieser Miniaturwelten erhalten wir ein umfassendes Bild der historischen Lebensumstände, sowohl in gesellschaftlicher als auch in technischer Hinsicht.
Praktische Informationen für euren Besuch
- Adresse: Friedrichstraße 4A, 35321 Laubach
- Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 14:00 bis 17:00 Uhr
- Eintrittspreise:
- Erwachsene: 8 Euro
- Kinder unter 14 Jahren: 5 Euro
- Kontakt: Telefon: 06405 5053300, E-Mail: info@puppenstuben-museum.com
Das Museum ist barrierefrei zugänglich und verfügt über einen Aufzug, sodass alle Gäste die Ausstellung problemlos erleben können.
Anreise und Parkmöglichkeiten
- Mit dem Auto: Laubach ist gut über die A5 und B276 zu erreichen. Kostenlose Parkplätze findet ihr in der Nähe des Museums. !Augen auf, man ist schnell daran vorbei gefahren!
- Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Vom Bahnhof Gießen gelangt ihr mit dem Bus nach Laubach. Die Haltestelle befindet sich in fußläufiger Entfernung zum Museum.
Einkehrmöglichkeiten in Laubach
Nach eurem Museumsbesuch lädt die historische Altstadt von Laubach mit ihren Fachwerkhäusern zum Verweilen ein. Das Café Göbel ist ganz in der Nähe, hier wird leckerer Kuchen serviert. relaunch2019.cafegoebel.de
Das Puppenstubenmuseum Laubach ist ein wahres Kleinod für alle, die sich für Geschichte, Handwerkskunst und detailverliebte Miniaturen begeistern. Ein Besuch lohnt sich für Groß und Klein und bietet eine wunderbare Möglichkeit, in vergangene Zeiten einzutauchen.
Also, worauf wartet ihr noch? Nix wie raus und entdeckt die große Welt im Kleinen!
(Alle hier vorgestellten Orte habe ich persönlich besucht und für gut befunden. Negative Bewertungen gibt es nicht – das Nicht-So-Schöne bleibt einfach unerwähnt!)


Ich habe Laubach und das Puppenstubenmuseum gleich heute bei dem tollen Wetter in Angriff genommen und es war fantastisch... Zunächst sind wir im wunderbaren Schlosspark umherflaniert, wo die Prinzessin Monika von Hannover (damals noch als Gräfin zu Solms-Laubach) aufgewachsen ist. Danach ging es ins Puppenstubenmuseum, in dem uns eine wunderbare Zeitreise erwartete - mithilfe des Audioguides fühlten wir uns in alle drei Epochen zurückversetzt, wir konnten sie förmlich spüren, fast sogar riechen, so authentisch wurden die detailgetreuen Miniaturen dargestellt. Total beeindruckend fand ich, wie auf Details (z.B. eine Registrierkasse im Laden 307 - Jugendstilzeit) aufmerksam gemacht wurde. In jeder Puppenstube gab es so viele Details zu bestaunen, dass uns die die lustigsten Suchspielchen dazu einfielen … ein wirklich absolutes empfehlenswertes Kleinod ❤️
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